Projektankündigung:
aufdrehen gegen Gewalt

Während der „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ von 25. November bis 10. Dezember 2020 verwirklicht ein junges Team in Zusammenarbeit mit dem Frauenhaus Tirol ein besonderes Gewaltpräventions-Projekt in Tirol:

Das Projekt aufdrehen gegen Gewalt überträgt in diesem Zeitraum täglich um 8:30 Uhr einen Podcast im Freien Radio Innsbruck FREIRAD 105,9. 16 Sendungen machen 16 Tage lang auf unterschiedliche Facetten von Gewalt in der Gesellschaft aufmerksam. Damit zeigen sie Wege zur Verhinderung und Beendigung von Gewalt auf. Alle 16 Sendungen von aufdrehen gegen Gewalt können in der Radiothek der Freien Radios Österreichs unter dem Link der Sendereihe nachgehört werden.

Aufdrehen gegen Gewalt 26.11.–10.12.2020
Programmheft zum Downloaden

Das Programmheft zum Podcast mit den 16 Themen der einzelnen Sendungen können Sie mit einem Klick auf das Bild durchstöbern.

Unser Audio-Teaser macht neugierig:

Sie haben offene Fragen rund ums Thema Gewalt? Dann schreiben Sie uns bitte an unsere E-Mail Adresse, wir möchten auch Fragen aus der Gesellschaft im Podcast beantworten. Unsere druckfrischen Ankündigungs-Plakate werden gerade von uns verteilt. Bei Interesse an einem Plakat können Sie sich gerne an uns wenden.

Wir sind auf Instagram: @aufdrehen_gegen_gewalt
Außerdem freut sich unsere Facebook-Veranstaltung übers Bekanntmachen.

Wir bedanken uns bei allen, die mithelfen, dieses Projekt sichtbar zu machen. Unser Ziel ist es, einen wirkungsvollen Beitrag zur Diskussion über Gewalt und Verhinderung von Gewalt zu leisten.

Drehen auch Sie diesen Winter (das Radio) gegen Gewalt auf!
Fragen oder Anregungen können Sie gerne an die Projektgruppe schicken: aufdrehen.gegen.gewalt@gmail.com

Podcast Programmübersicht

25.11. Schütze dich! Wo finden betroffene Frauen* Schutz?

Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen startet die Sendereihe „aufdrehen gegen Gewalt“ mit Informationen über Hilfsmöglichkeiten für Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Petra, eine Mitarbeiterin vom Frauenhaus Tirol, berichtet von ihrer Arbeit und gewährt Einblicke in den Alltag dieser Opferschutz- und Kriseneinrichtung.

Sollten auch Sie oder Frauen in Ihrem Umfeld Unterstützung und Schutz benötigen, wenden Sie sich an folgende Anlaufstellen:
Frauenhaus Tirol: +43 512 342112 oder an wohnen@frauenhaus-tirol.at
Frauenhotline gegen Gewalt: +43 800 222 555.
Beide Einrichtungen sind an 365 Tagen von 0 bis 24 Uhr für Sie erreichbar.

Gestaltung: Julia Feuerstein

26.11. Psychische Gewalt im Fokus – ein Leben in Angst

Beschimpfung, Demütigung, Drohung, Zwangs-Isolation, Abwertung und Belästigung – das alles sind Formen von Gewalt. In diesem Beitrag nehmen wir psychische Gewalt und deren Auswirkungen und Folgen unter die Lupe. Was versteht man unter psychischer Gewalt? Wie schadet sie den Betroffenen? Welche rechtlichen Möglichkeiten gibt es, um dagegen vorzugehen? – diese und noch einige weitere Fragen werden im Gespäch mit Daniela Proxauf und Ernst Huber vom Kriseninterventions- zentrum KIZ näher beleuchtet.

Kontakt zum KIZ – Kriseninterventionszentrum für Kinder und Jugendliche in Not: www.kiz-tirol.at

Gestaltung: Lea Pavlu

27.11. (Meine) Befreiung aus der Gewalt. Bericht einer starken Frau.

Meine Interviewpartnerin war jahrelang in einer gewaltvollen Beziehung und hat sich bereit erklärt, uns an ihrer Geschichte teilhaben zu lassen. Sie erzählt uns von den Anfängen ihrer Beziehung und schließlich darüber, wie sie sich aus jahrelanger Gewalt befreit hat. Ihr Mut und ihre Stärke können inspirieren.

Sie sind von Gewalt betroffen? Oder ein Mensch in Ihrem Umfeld?
Frauenhelpline: +43 800 222 555 – österreichweit 24 Stunden pro Tag telefonisch und mehrsprachig
Helpchat: www.haltdergewalt.at – täglich von 16:00 bis 22:00 Uhr online und mehrsprachig.

Gestaltung: Irina Schmid

28.11. Psychische Gewalt im Fokus – verwundete Seelen

Im Gespräch mit Ernst Huber und Daniela Proxauf vom Kriseninterventionszentrum KIZ wird unter die Lupe genommen, wie psychische Gewalt entsteht. Was können Männer* und Frauen* tun, die befürchten, in ihrem nahen Umfeld gewalttätig zu werden und ihnen liebe Menschen durch Gewalt zu verletzen.

Männerberatung Tirol: www.mannsbilder.at
Männerinfo Österreich: www.maennerinfo.at

Gestaltung: Martina Pernthaler

29.11. Verein Neustart – Erfahrungen in der Arbeit mit Tätern* und Täterinnen*

Was ist Täter*arbeit? Wie wichtig Täter*arbeit für die Verhinderung von Gewalt ist, zeigt das Interview mit Dorothea Loske vom Verein NEUSTART. Wir beleuchten die verschiedenen Ursachen und Arten von Gewalt und hinterfragen, wie dieser Kreislauf der Gewalt entsteht. Außerdem lernen wir die Ziele von NEUSTART kennen und bekommen einen Einblick in die Arbeit mit Tätern* und Täterinnen*.

NEUSTART: www.neustart.at

Gestaltung: Charlotte Rieser, Sanja Borojevic

30.11. Einmal Täter*in – immer Täter*in als Stigma?

Besteht für Täter* und Täterinnen* die Chance auf eine Rückkehr ins normale Leben? Diese Frage haben wir Kristin Henning vom Verein NEUSTART gestellt. Von Präventionsangeboten bis hin zu Resozialisierungshilfen für Straffällige stellt NEUSTART einiges bereit, um Tätern* und Täterinnen* zu helfen. Wir erfahren mit welchen Angeboten NEUSTART ehemalige Straffällige unterstützt, ihren Weg zurück in die Gesellschaft zu finden und diskutieren über den Sinn oder Unsinn von härteren Strafen.

NEUSTART: www.neustart.at

Gestaltung: Charlotte Rieser, Sanja Borojevic

01.12. Gewalt – was ist das? Gespräch mit der Geschäftsführerin vom Gewaltschutzzentrum Tirol

Wir lernen die verschiedenen Formen der Gewalt kennen und beschäftigen uns mit den Auswirkungen von Gewalt auf Betroffene, Täter*innen und die Gesellschaft im Allgemeinen. Dazu führen wir ein Interview mit Eva Pawlata, Geschäftsführerin des Gewaltschutzzentrums Tirol. Gemeinsam gehen wir der Frage „Gewalt, was ist das?“ auf den Grund und lernen die Arbeit des Gewaltschutzzentrums kennen.

Gewaltschutzzentrum Tirol: www.gewaltschutzzentrum-tirol.at

Gestaltung: Cordula Hinterholzer, Thorben Steinort

02.12. Gewalt in der Pflege – ein Expertengespräch

Gewalt in der Pflege ist ein umstrittenes Thema. Wie kann in der professionellen Pflegearbeit Gewalt entstehen? Und wie gehen die Verantwortlichen damit um? Wir gehen diesen und vielen weiteren Fragen in einem Gespräch mit Birger Rudisch von der Patient*innenvertretung Tirol nach.

Gestaltung: Lena Rohrer, Theresa Staudacher

03.12. (Wie) Worte wirken – Die Macht der Sprache beim Thema Flucht

Was darf man denn eigentlich sagen und was nicht?! Darüber sprechen wir mit Katharina Schuierer- Aigner, Leiterin des Büros der Tiroler Soziallandesrätin mit Zuständigkeit für Flüchtlinsagenden, Integration u.a. In einer kleinen „Sprachstunde“ tauschen wir uns über verletzende Worte, über sprachliche Gewalt aus. Die Gewalt, die in Worten liegt, wird viel zu häufig unterschätzt. Unser besonderer Fokus liegt dabei auf dem Sprechen über Menschen mit Fluchterfahrung.

Gestaltung: Karin Plunser, Ramona Holzschuh, Theresa Bletzacher

04.12. Stimmen der Straße: Wer? Wie? Was?

Wir wollen‘s wissen! Wie denken Menschen in Tirol über Gewalt? Welche Meinung herrscht vor? Welches Wissen ist verbreitet? Wir gehen auf die Straße und suchen nach Antworten.

Gestaltung: Lena Rohrer, Irina Schmid

05.12. (Wie) Worte wirken – Die Macht der Sprache beim Thema Behinderung

Gewalt muss nicht immer körperlich sein, auch Worte können schneiden wie Messerspitzen. Ein zweites Mal beschäftigen wir uns mit dem Thema “Verbale Gewalt”, diesmal mit dem Fokus auf Menschen mit Behinderung. Wieso wird das Adjektiv “behindert” abwertend und als Schimpfwort verwendet? Warum eine sensible Sprache wichtig ist und vieles mehr, das erzählt uns unser Gast David Sporschill, Sozialarbeiter und Lektor im Bereich „Dis-/Ability“ am Management Center Innsbruck.

Gestaltung: Karin Plunser, Ramona Holzschuh, Theresa Bletzacher

06.12. Gewalt im Spiegel der Zeit

Lasst uns zuhören, was uns zwei Menschen unterschiedlicher Generationen erzählen: Sie sprechen über ihre Wahrnehmung von Gewalt in unserer Gesellschaft, erinnern sich an ihre Kindheit, teilen prägende Erfahrungen und ihre Zukunftswünsche. Die zwei Menschen schenken uns mit ihrem Gespräch einen besonderen Moment zwischen Jung und Alt.

Gestaltung: Jakob Duran, Thorben Steinort

07.12. Sprich mit uns! Schulsozialarbeit Tirol

„Offen – Freiwillig – Vertraulich“. Das ist der Leitspruch der Schulsozialarbeit Tirol (SCHUSO), deren Mitarbeiter*innen tagtäglich Schüler*innen im Lebensraum Schule begleiten. Im Interview mit Philipp Bechter, Fachbereichsleiter der SCHUSO Tirol, und der Mitarbeiterin Hannah Lea Kummer lernen wir ihre Arbeit kennen und beantworten wichtige Fragen: Gibt es viel Gewalt an Tirols Schulen? Was kann Gewaltprävention an Schulen bewirken? Und vor allem: An wen können sich Kinder und Jugendliche wenden, wenn sie Hilfe und Unterstützung brauchen?

SCHUSO Tirol: www.schuso.at

Gestaltung: Cordula Hinterholzer, Miro León Veramendi Ramirez

08.12. Eine Welt ohne Gewalt?

Gemeinsam mit Frank Welz, Professor für Soziologie, suchen wir nach Ideen für eine Verringerung von Gewalt in unserer Welt. Dabei gehen wir auf eine Weltreise durch allgemeine, personelle und strukturelle Zusammenhänge. Auf der Suche nach Ursachen und Wechselwirkungen von Gewalt durchqueren wir verschiedene Ebenen der Gesellschaft. Uns treibt eine Frage an: Wie könnte unsere Gesellschaft gewaltfreier werden?

Gestaltung: Jakob Duran, Thorben Steinort

09.12. Deine Fragen, unsere Antworten – Q&A

Welche Fragen zum Thema Gewalt bewegen Dich? In diesem Beitrag geben wir unser Bestes, um Fragen zu beantworten, die uns in den letzten Wochen per E-Mail, Facebook und Instagram erreicht haben.

Schicke auch Du uns Deine offene Frage zum Thema Gewalt: aufdrehen.gegen.gewalt@gmail.com

Gestaltung: Johannes Schinko

10.12. Immer wieder aufdrehen gegen Gewalt – eine Reflexion

Wir, das Projektteam „aufdrehen gegen Gewalt“, haben uns in den vergangenen Wochen intensiv mit dem Thema Gewalt beschäftigt. Das durchaus herausfordernde Thema hat bei uns Spuren und Eindrücke hinterlassen. In diesem Beitrag diskutieren wir die gesammelten Erfahrungen und runden unseren 16-teiligen Podcast gemeinsam ab. Eines wissen wir bereits: wir werden immer wieder gegen Gewalt aufdrehen.

Gestaltung: Projektgruppe „aufdrehen gegen Gewalt“

Dieses Solidaritätsprojekt ist auf Initiative einer Gruppe junger Studierender der Sozialen Arbeit in Innsbruck entstanden. Es wird vom EU-Programm Europäisches Solidaritätskorps gefördert. Als österreichische Campaignerin der europäischen Step Up! Kampagne freut sich das Frauenhaus Tirol besonders über die Zusammenarbeit mit einer engagierten Gruppe junger Menschen.

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